# parallel         Mediendidaktik

Empfehlenswerte Video-Lektion für unsere lieben Abgeordneten im Bundestag :

22. Februar 2010

play video

Quelle: Kampagne “Steuer gegen Armut”

Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Live

E-Learning als eigenständiges Konstrukt ist überflüssig geworden …

16. Februar 2010

play video

Das Video auf e-teaching.org: 36. Statement zum E-Learning

Kürzlich habe ich die Sammlung “100 Meinungen zum E-Learning” auf E-teaching.org durch einen eigenen Beitrag ergänzt. Es fiel mir nicht gerade leicht, in 90 Sekunden das auf den Punkt zu bringen, was mich in meiner Arbeit bewegt. Vielleicht als Ergänzung meines etwas stockigen Video-Statements ein paar Anmerkungen, die mir persönlich wichtig sind:

Aus meiner Sicht ist es nicht in erster Linie die Technologie, die unser Lernen voranbringt sondern die Haltung und Motivation, mit der sich Lernende aktiv ihr Wissen aneignen. Wir als Lehrende sollten uns daher als erstes darum bemühen, Bedingungen zu schaffen, in denen Lernende vielfältige Möglichkeiten bekommen, dies aktiv zu tun. Welche Medien wir hierbei vorschlagen oder verfügbar machen, kann von Fall zu Fall entschieden werden.

Wir, die wir viel Spaß daran haben, in Online-Communities zu agieren, sollten uns als Experten in diesem Bereich nützlich machen, indem wir eine exemplarische Praxis entwickeln und dokumentieren. Um den Funken auf die große Mehrheit der professionell mit Bildung befassten Kolleginnen und Kollegen überspringen zu lassen, braucht es realistische und übertragbare Beispiele. Dabei sind die Anforderungen an die Medien von Zielgruppe zu Zielgruppe und von Themengebiet zu Themengebiet verschieden. Und wenn der Funke nicht überspringt, dann ist das auch kein Problem. Nicht immer ist das digitale Medium das Medium der Wahl, auch das Web 2.0 ist kein Allheilmittel.

Im Stile der Zeugen Jehovas zu missionieren, den Paradigmenwechsel herbeizutwittern oder aus den Stellungsgräben der Blogosphäre, im Kleinkrieg mit den Feuilletonisten die Avantgarde zu spielen, bringt niemanden weiter.

Alles was zählt, ist die Begeisterung für das Lernen.

Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Live

Unbelastet forschen …

13. Februar 2010




Bitte Lautsprecher anschalten und jedes einzelne Bläschen platt drücken! Quelle: MarieMarie [via Christian Spannagel, natürlich ..;-)]

Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Live

Interaktive Praktikumsexperimente: Jetzt Online!

29. Januar 2010

ipe-app

Unser Projekt “Interaktive Praktikumsexperimente für eine familienfreundliche Hochschule” nimmt langsam Formen an. Im Rahmen dieses Projektes haben wir zahlreiche Praktikumsexperimente aus Naturwissenschaftlichen Fächern virtuell und fotorealistisch nachgebildet (aktuell auf der Basis von Flash und Actionscript, in Zukunft auch als Iphone-App). Das Prinzip: Studierende können jedes Experiment, wann immer sie wollen – am Bildschirm oder sogar per “touch” am Iphone – durchführen, Einstellungen vornehmen, Werte ablesen und das Experiment auswerten. Ideal als Vor- oder Nachbereitung der Praktika und als Training und Vorbereitung auf die Prüfung. Diese Experimente sind natürlich kein Ersatz für die Erfahrung am realen Experiment im Labor. Aber sie werden von den Studierenden als eine große Erleichterung wahrgenommen, weil die Praktikumsplätze häufig extrem überbucht sind und sie ein einzelnes Experiment in der Regel nur ein einziges mal während ihres gesamten Studiums real durchführen können. Die ersten Erhebungen unter Studierenden zeigen, dass dieses von Jürgen Kirstein in der AG Nordmeier entwickelte Konzept auf breite Zustimmung stößt. Ein nächster Schritt wird sein, alle Experimente auch als Iphone-Apps verfügbar zu machen. Unser erster im Iphone-Simulator getester Prototyp läuft unproblematisch. Sobald unsere Uni-Entwickler-Lizenzen für das Iphone eingetrudelt sind, stellen wir die oben gezeigte App über den Itunes-Store kostenlos zur Verfügung.

skizze

Auf der Projekt-Homepage finden sich weitere Infos zum Projekt-Kontext, zu unseren Produktionsverfahren, die auch von anderen Unis genutzt werden können, unseren aktuellen Kooperationspartnern aus Biologie, Chemie, Physik und Veterinärmedizin und einigen sofort online nutzbaren Beispielen. Für Nicht-Naturwissenschaftler stellen wir in Kürze auch noch Gebrauchsanleitungen ein, damit auch die einen Eindruck davon bekommen können, was wir hier eigentlich machen.

  • Projekt-Homepage
  • Dampfdruck-Experiment
    (Audio einschalten, um Druckpumpe und Kühlaggregat nach dem Einschalten zu hören)
  • Weitere Experimente

  • Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    Wir drehen uns im Kreis …

    21. Dezember 2009

    Wir drehen uns im Kreis
    =>> Full Screen [via: aleana]

    Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    IT-gestützte Vermittlungskompetenz

    10. Dezember 2009

    Ich führe hier an der FU-Berlin in diesem Semester das zweite mal die Lehrveranstaltung “IT-gestützte Vermittlungskompetenz” durch.

    Learners´ Garden - Online Community

    Rahmenbedingungen:
    Modul zur Informations- und Medienkompetenz für die Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV), Blockveranstaltung im Blended Learning-Format, 5 Leistungspunkte, Zielgruppe. Studierende in den Naturwissenschaften, Teilnehmerzahl: 15

    Werkzeuge:
    Die Studierenden nutzen standardmäßig als persönliche Lernumgebung einen Blog, ein Social-Bookmarking-System, Skype und einen Feed-Reader. Die gemeinsam erarbeiteten Inhalte werden in unserem Lehrveranstaltungs-Wiki (http://wiki.mediendidaktik.org) zusammengeführt, das nur für die Teilnehmer sichtbar ist. Folgende Blogs werden von den Teilnehmern des laufenden Semesters geführt:

    http://shackelbusch.wordpress.com/
    http://mkozakowski.wordpress.com/
    http://jriemke.wordpress.com/
    http://reiske.wordpress.com/
    http://jleutzow.wordpress.com/
    http://dpussak.wordpress.com/
    http://julekrueger.wordpress.com/
    http://akamalakumar.wordpress.com/
    http://hhamouda.wordpress.com/
    http://itmazdak.wordpress.com/
    http://jklan.wordpress.com/
    http://aylos84.wordpress.com/
    http://aylos84.wordpress.com/
    http://mschemie.wordpress.com/
    http://mscchemie.wordpress.com/

    Die in der Veranstaltung zusammengestellten Tools werden von den Studierenden unter den Gesichtspunkten Usability und Nützlichkeit für den spezifischen Einsatz-Kontext untersucht und erprobt und mit Hilfe einer Lime-Survey-Umfrage bewertet: http://forschung.mediendidaktik.org/index.php

    Learners´Garden:
    Solche Tools, die sich nach Erprobung und Bewertung als nützlich erweisen, werden auf der öffentlich zugänglichen Learners´Garden-Plattform zugänglich gemacht und nutzerfreundlich dokumentiert (Steckbrief, Links, Erfahrungsberichte): http://www.learnersgarden.de. Einmal eingetragene Tools können auf Learners´Garden von der Community bewertet und kommentiert werden.

    Eine ausführliche Beschreibung unseres Veranstaltungskonzeptes findet sich im Tagungsband der letzten GMW-Jahrestagung oder hier: http://www.slideshare.net/wneuhaus/learners-garden

    Im Rahmen des Didaktik-Moduls der Lehramtsausbildung für Physik-Lehrer führe ich jedes zweite Semester eine Lehrveranstaltung zum Thema Lehr- und Lernmethoden durch, in der ich nach vergleichbarem Muster ein Veranstaltungs-Wiki einsetze.

    Schwierigkeiten/Widerstände:
    Die zentralen Angebote unserer Universität bezüglich Web 2.0 sind zu unflexibel und unausgereift. Wir haben gute Erfahrungen mit öffentlich und in der Regel kostenlos zugänglichen Lösungen im Bereich Web 2.0.

    Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    Next Generation E-Book: The Tablet

    7. Dezember 2009

    play video

    Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    Das Gehirn – ein Beziehungsorgan

    3. Dezember 2009

    Eine spannende Interpretation neuropsychologischer Erkenntnisse liefert derzeit Thomas Fuchs, Professor für Psychiatrie am Universitäts-Klinikum Heidelberg. Mit seinem Buch “Das Gehirn – Ein Beziehungsorgan” beschreibt er das Gehirn als

    Thomas Fuchs

    Vermittlungs- und Transformationsinstanz für die vielfältigen Interaktionen von Organismus und Umwelt. Fuchs distanziert sich damit von radikal-konstruktivistischen Positionen wie auch von Formen eines neuropsychologischen Reduktionismus, die den freien Willen des Menschen in Abrede stellen (z.B.: Gerhard Roth und Wolf Singer).

    Spannend auch seine Beschreibung des Lernvorgangs: “Im Zuge horizontaler Interaktionen mit der Umwelt werden nämlich wiederkehrende Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster extrahiert und als sensorische, motorische, affektive u.a. Schemata im Gedächtnis des Organismus, in erster Linie im Gehirn niedergelegt. Diese Erfahrunsgbildung betrifft vor allem die neuronalen Strukturen des “impliziten Gedächtnisses” (Fuchs, 2009, S.128) und etwas weiter schreibt er: “Durch implizites Lernen sedimentieren sich wiederkehrende Interaktionen mit der Umwelt in Bereitschaften, Fähigkeiten und Kenntnissen. Dabei vermehrt ein Lebewesen sein implizites Wissen und Können nicht etwa durch Anfüllen eines Informationsspeichers, sondern durch Veränderung seiner organischen Struktur, …” (Fuchs, 2009, ebenda).

    In der November-Ausgabe von “brand eins” erläutert Thomas Fuchs seinen Forschungsansatz. “Das Gehirn denkt nicht” lautet der Artikel, der deutlich macht, dass Bildgebende Verfahren in der Hirnforschung keinesfalls der Weisheit letzter Schluss sein können.

    Auf der Homepage seines Forschungsvorhabens, dass diesen ganzheitlichen Ansatz in mehreren Teilprojekten wissenschaftlich untersucht, finden sich viele weiterführende Informationen.

  • “brand eins”-Interview mit Thomas Fuchs
  • Homepage des Forschungsvorhabens
  • Bibliographische Angaben zum Buch “Das Gehirn – ein Beziehungsorgan”
  • Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    John Dewey, 100 Sekunden Podcast

    26. Oktober 2009

    John Dewey, Foto: United States Postal Service
    Foto: United States Postal Service, scanned by Sebjarod

    Die Schweizer Radio Station DRS stellt in ihrer Reihe “100 Sekunden Wissen” in einem Podcast den amerikanischen Pädagogen und Philosophen John Dewey vor: “100 Sekunden Wissen: John Dewey

    Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live

    Öffentliche Wissenschaft

    7. Oktober 2009

    Mein letzter Beitrag zur Auswertung der diesjährigen GMW-Tagung hat für eine nicht ganz unerhebliche Öffentlichkeit gesorgt. Die Diskussion in der Blogger-Community einiger Aspekte meiner Auswertung hat mir hilfreiche Hinweise geliefert zur Formulierung des Forschungsstandes meines Dissertationsvorhabens (Produktorientiertes Lernen mit webgestützten Werkzeugen).

    Foto: Mike Scoltock

    Insbesondere die Hinweise von Gabi Reinmann und Rolf Schulmeister haben mir die Notwendigkeit deutlich gemacht, meine Begriffe bei der Formulierung von Thesen und Sachverhalten zu schärfen und vor allem möglichst nicht verkürzt darzustellen. Zugegebenermaßen kann eine Überschrift mit dem Titel “Lernen als beobachtbare Verhaltensänderung” leicht den Eindruck erwecken, als wollte ich dem Behaviorismus wieder zu neuem Glanz verhelfen. Dem ist natürlich keinesfalls so, wie Abonnenten meines Blogs vermutlich wissen. Natürlich werde ich in meiner Arbeit dem Begriff des Lernens ein eigenes Kapitel widmen. Eckpunkte werden hier sein: der reformpädagogische Ansatz John Deweys, die erkenntnistheoretischen Positionen von Watzlawick und Ernst von Glasersfeld (Konstruktivismus), entwicklungspsychologische Konzepte von Vygotskij und Piaget, kognitionspsychologische Ansätze von Bandura bis Gerhard Roth und neurobiologische Konzepte von Maturana, Varela und Kandel aber eben auch der Behaviorismus Skinners.

    Was aber in meinem Dissertationsvorhaben auch deutlich zu machen sein wird, ist, dass Lehrende in der Praxis vor der Situation stehen, verbindlich und verantwortungsvoll zu agieren. Studierende erwarten berechtigterweise nicht nur von ihren KommilitonInnen, sondern gerade auch von den Lehrenden Feedback bezüglich ihrer Lernfortschritte. Und dieses Feedback können wir nur auf Grundlage beobachteten Verhaltens oder daraus resultierender Produkte geben. Das bedeutet es genügt nicht, Lernen in der Theorie zu verstehen, wir müssen auch verstehen, was Lernen ganz praktisch bedeutet. Und deshalb ist es für jeden Lernenden aber in besonderem Maße auch für jeden Lehrenden erfoderlich das komplexe wissenschaftliche Wissen bezüglich der unterschiedlichen Lerntheorien herunterzubrechen auf das konkrete Handeln im Unterricht. Die Vorstellungen vom Lernen, die Lehrende im Hinterkopf haben, haben einen wesentlichen Einfluss auf die Interpretation ihrer jeweiligen Praxis. Hierzu hat David Kember 1997 recht spannende Untersuchungen vorgelegt: “A Reconceptualisation of the Research into University Academics´Conceptions of Teaching“. Und da sind wir dann wieder bei der offensichtlich so ungeliebten Didaktik, als wesentlichem Ort einer Theorie-Praxisreflexion. Wichtige Eckpunkte der Didaktik wären für mich Klafkis Bildungstheoretische Konzepte, das Berliner Modell von Heimann/Otto/Schulz, die Konstruktivistische Didaktik von Kersten Reich, die ja stark an reformpädagogischen Konzepten John Deweys orientiert ist, der Community of Practice – Ansatz von Etienne Wenger und die aktuellen Impulse aus den Fachdidaktiken zum Aufbau einer Vermittlungswissenschaft.

    Die Perspektive der Lernenden
    Ziel und Ausgangspunkt meines Vorhabens ist es letztendlich, die Perspektive der Lernenden in den Mittelpunkt einer zukünftigen Mediendidaktik zu stellen und damit einen Diskurs anzuregen, der Wege aufzeigen kann, die Mediendidaktik wieder pädagogisch zu fundieren. Auf der Strecke bleibt bei dieser Diskussion vermutlich der E-Learning-Begriff (wie es sich ja bereits in den aktuellen Diskussionen rund um die GMW-2009 andeutet), da dieser in seinen vielfältigen Ausprägungen eher für eine technologische Verengung des Lernens steht.

    Weiterhin zu klären bleiben noch der Kompetenzbegriff, worauf mich auch Gabi Reinmann hingewiesen hat und der Begriff der Medienkompetenz, der ja in seiner klassischen Form die Bedeutung der Werkzeugcharaktere des Computers nicht berücksichtigt.

    So betreibe ich hier ein öffentliches Nachdenken über meine wissenschaftliche Arbeit, womit ich wie man gesehen hat, mich auch angreifbar mache. Meine bisherige Erfahrung mit dieser Art des Forschens ist dennoch durchweg positiv, da ich bereits im Entstehungsprozess der Arbeit wirklich reichhaltige und spezifische Kontakte, Hinweise, Links und Dokumente erhalte, auf die ich bei der Ausarbeitung im stillen Kämmerlein möglicherweise nicht gestoßen wäre. Natürlich stelle ich meine Funde und Entdeckungen im Zuge dieser Recherche auch öffentlich zur Verfügung, soweit dies rechtlich möglich ist. Auf meine Volltext-Sammlung zur Mediendidaktik lässt sich hier jederzeit zugreifen: Volltextsammlung Mediendidaktik.

    Insofern bedanke ich mich hiermit schon mal bei meinen Kritikern aber vor allem auch bei denen, die mir bisher so viel positives Feedback gegeben haben. Ich bin gespannt auf den weiteren Diskurs.

    Diesen Beitrag als Bookmark ablegen:
    • del.icio.us
    • Google Bookmarks
    • MisterWong.DE
    • Technorati
    • Live