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Archiv für die Kategorie „Augmented Reality“

Technology Enhanced Textbook

Mittwoch, 23. März 2011

Foliensatz des Vortrags auf der DPG-Frühjahrstagung 2011

Auch wenn Android-Tablets, Ipads und Co in der alltäglichen Nutzung noch nicht den Grad örtlicher und zeitlicher Unabhängigkeit erreichen wie das klassische Buch, weisen die neuen mobilen Endgeräte Merkmale auf, die das Potenzial haben, innovative handlungsorientierte Bildungskonzepte in einem stärkeren Maße zu unterstützen als dies das klassiche Lehrbuch jemals könnte. Mit dem Projekt “Technology Enhanced Textbook” (TET), finanziert durch das BMBF, bietet sich uns in den kommenden drei Jahren die Möglichkeit, diese Potenziale auszuloten. Mit einem 13-köpfigen interdisziplinär zusammengesetzten Team (inklusive vier Studentischer Hilfskräfte) werden wir für unterschiedliche Verwertungsbereiche (Schule, Hochschule, Fernsehen, Hörfunk, Ausbildung, Museen) sogenannte Demonstratoren entwickeln, mit denen wir die didaktisch-technologische Machbarkeit entsprechender Lösungen demonstrieren werden und ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit. Damit soll die Grundlage dafür geschaffen werden, nach Ablauf des Projekts in Kooperation mit Partnern in der Wirtschaft, Prototypen des Lehrbuchs der Zukunft zu entwickeln und ein Dienstleistungsunternehmen zu gründen, dass in der Lage ist die entwickelten Lösungen qualitativ hochwertig und trotzdem kostengünstig zu produzieren.

Maßstab für die spätere Ausgründung und für die Entwicklung der Demonstratoren ist ein innovatives Didaktisches Design, dass sich an einem konstruktivistisch interpretierten Bildungsbegriff orientiert und nicht an den in der E-Learning-Branche weit verbreiteten (und unserer Meinung nach längst überholten) Konzepten des Instructional Design.

didaktikZusammenhang von Bildung und Didaktischem Design

Für die Umsetzung der Demonstratoren richten wir derzeit ein Produktionslabor ein, mit dem alle denkbaren didaktischen Anforderungen technologisch hochwertig umgesetzt werden können. Von Audio, Video (HD-Fernsehqualität), Foto, 3D, Interaktivität von Realbildern naturwissenschaftlicher Experimente und Labore bis zur Postproduktion auf Basis von HTML5, Java, Javascript, PHP, MySQL sind im TET-Lab alle Komponenten vorhanden, um die Potenziale aktueller Technologien voll auszuschöpfen. Ziel des Projektes ist es, Automatisierungsroutinen zu entwickeln, die es ermöglichen alle Entwicklungen auf den wichtigsten am Markt vertretenen mobilen Endgeräten (Android, IOS) verfügbar zu machen.

lab2Architektur des TET-Labors

Unsere Vision ist es, naturwissenschaftliche Phänomene mit Hilfe des Lehrbuchs der Zukunft in beliebigen Umgebungen und Kontexten adhoc für Lernende, handelnd erfahrbar zu machen, z.B. Phänomene in der Umwelt, aktuelle Nachrichten im Fernsehen oder im Internet oder wissenschaftliche Experimente in Museen. Das technologisch erweiterte, durch Lernende und Lehrende gestalt- und anpassbare, Lehrbuch, mit Schnittstellen zu existierenden webbasierten Kommunikations- und Community-Systemen, ermöglicht – an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Lernenden – ein aktives, selbstorganisiertes Lernen, das im Gegensatz zu vielen klassischen Formen des E-Learnings die Komplexität des Lernprozesses nicht auf blosse Aktionen am Monitor reduziert.

lehrbuchSchnittstelle zwischen Lernenden und Umwelt: das Lehrbuch der Zukunft

Wir sind offen für Kooperationen mit didaktisch anspruchsvollen Partner-Institutionen und freuen uns über Hinweise und Visionen, in welchen Szenarien aus Eurer Perspektive das Lehrbuch der Zukunft optimal genutzt werden kann.

Weiterführende Links

  • Homepage des Projekts
  • Foliensatz “Lehrbuch der Zukunft”
  • Pressemitteilung der Freien Universität Berlin
  • Augmented Reality Book

    Mittwoch, 26. Januar 2011

    Mark Lukas, Student an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und Mitarbeiter in der ART+Com AG in Berlin, zeigt in einer Semesterarbeit, wie man ein klassisches Lehrbuch durch 3D-Darstellungen am Computer-Monitor ergänzen kann. Anhand des Buches “Kohle – Reichtum unter Tage” demonstriert er eine von vielen Möglichkeiten, Augmented Reality didaktisch nutzbar zu machen.

    Augmented Reality Book from marklukas on Vimeo.

    Sobald die Kamera im Computer den entsprechenden AR-Marker (Augmented Reality Marker) im Buch erkennt, erscheint am Bildschirm das zugehörige 3D-Bild. Eingesetzte Technologien: Flash, Actionscript3, Flex, FlARToolKit, ARToolKit.

    Arbeiten von Mark Lukas

  • Demo-Video
  • Foto-Sammlung auf flickr
  • Homepage von Mark Lukas
  •  
    Vertiefende Links zum Thema

  • Smart Grid Augmented Reality
  • Markerless Augmented Reality
  • Indoor Augmented Reality für Mobile Devices
  • Augmented Reality Browser: Layar (1)
  • Augmented Reality Browser: Layar (2)
  • Indoor Augmented Reality

    Dienstag, 28. September 2010

    Zum Artikel im ReadWriteWeb

    Auf dem Intel Developer Forum 2010 (IDF) experimentierte der Augmented Reality (AR) Anbieter Metaio mit einer AR-Lösung für mobile Endgeräte (Iphone und Android), die es ermöglicht, Objekte auch innerhalb von Gebäuden exakt zu lokalisieren und diese auf dem Mobile-Screen mit virtuellen Zusatz-Informationen oder Anwendungen zu versehen. Bisher gebräuchliche Anwendungen für AR nutzen in der Regel GPS-Daten, um Objekte zu lokalisieren. Dies ist innerhalb von Gebäuden leider nicht möglich. Der Ansatz von Metaio liegt darin, sogenannte LLA-marker (LLA: Latitude, Longitude, Altitute) an allen Objekten anzubringen, welche mit Zusatzinformationen virtuell erweitert werden sollen. Durch das Scannen und Verarbeiten dieser Daten mit einer speziellen App werden die GPS-Werte des Mobiltelefons durch ein lokales Koordinaten-Raster ergänzt, wodurch jeder einzelne LLA-marker innerhalb des Gebäudes lokalisiert werden kann. Ein hilfreiches Verfahren, das in Zukunft auch gut in Museen, Schulen und Hochschulen und in Ausstellungsbereichen von Konferenzen nutzbar gemacht werden kann.

  • Artikel dazu im ReadWriteWeb
  • Museumsführung via Augmented Reality App

    Mittwoch, 8. September 2010

    American Museum of Natural History

  • Artikel bei ReadWriteWeb
  • Beschreibung der App
  • Augmented Reality Browser: Layar Funktionen

    Dienstag, 7. September 2010

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=A6Le50-QN3o[/youtube]

    In einem Werbe-Video für das Droid Mobiltelefon wird Installation und Nutzung des “Layar Reality Browser” für den Endnutzer sehr übersichtlich dokumentiert. Wie Inhalts- oder Bildungsanbieter Objekte in der Realität mit Zusatzinformationen jeglicher Art versehen können, hatte ich ja bereits im Beitrag “Augmented Reality Browser” dokumentiert.

  • Droid-Werbevideo zur Nutzung des Layar Reality Browsers
  • Hintergrundinformationen zur eigenständigen Produktion von Augmented Reality
  • Verwisch die Spuren !

    Donnerstag, 2. September 2010

    Homepage: Verwisch die Spuren !

    Wer sich vom 9. bis zum 12. September zufällig in Berlin aufhält, sollte unbedingt einen Stopover am Areal zwischen Fernsehturm und Schlossplatz einplanen. Dieses Areal ist einem ständigen Wandel unterworfen. Das Berliner Stadtschloss dominierte den Platz bis es abgerissen wurde, der Palast der Republik, das Marx-Engels-Forum und der Fernsehturm als städtebauliche Highlights der DDR gaben dem Areal eine neue Identität. Der Palast der Republik wurde auch abgerissen, übrig bleibt ein spannungsgeladenes Gebiet, das unterschiedliche gesellschaftliche Interessengruppen für sich beanspruchen. “Wie wird diese Landschaft Archäologen in viertausend Jahren erscheinen?” Diese Frage stellt sich das Deutschlandradio Kultur und lädt Klangkünstler und Flaneure mit der Aufforderung “Verwisch die Spuren!” dazu ein, kreative Antworten auf diese Frage zu finden. Per “Radioortung” – eine App für Android Handys – werden innovative Hörspielfragmente zugänglich, die die Gruppe “Ligna” in Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung produziert hat. Jedes Hörspielfragment ist über eine eindeutige GPS-Position einem konkreten Ort innerhalb des Areals zugeordnet. Je nach Aufenhaltsort werden auf dem Screen des Handys die jeweiligen Audio-Fragmente sichtbar und können dort angehört werden.

  • Verwisch die Spuren!
  • Die Gruppe Ligna
  • Popcode: Markerless Augmented Reality

    Dienstag, 31. August 2010

    Weitere Demos unter: http://www.popcode.info/demos

    Location Based Learning

    Montag, 30. August 2010

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    Mit den seit einigen Jahren in der Werbebranche boomenden Location Based Services, die Nutzern von GPS-unterstützten Mobil-Applikationen schnelle Informationen über kommerzielle Angebote am aktuellen Aufenthaltsort bieten, sind inzwischen brauchbare Applikationen für Mobil-Telefone entstanden, deren Potenzial auch für pädagogische Anwendungen nutzbar gemacht werden kann. In Kombination mit den vielfältigen Multimedia-Optionen von Mobil-Telefonen bieten sich interessante Möglichkeiten, ortsbezogene Informationen in handlungsorientierten Lehr-Lernszenarien zu nutzen. In Großbritannien gibt es bereits erste Fallstudien, die zeigen dass sich innovative Lehr-Lernkonzepte (Entdeckendes Lernen, Forschendes Lernen, Betonung des Kontextbezugs von Bildungsinhalten) durch diese Funktionen hervorragend medial anreichern lassen. Theoretische Prinzipien können mit dem Ansatz eines Location Based Learnings aktiv, handelnd im Feld anschaulich und begreifbar gemacht werden und gleichzeitig kann diese Erfahrung mit zurückgenommen werden in den Klassenraum um dort analysiert und weiterverarbeitet werden. Die hier vorgestellten Studien der University of Nottingham und dem futurelab zeigen z.B. wie Schüler im Mathematik-Unterricht Winkelfunktionen nutzen um mit Hilfe des GPS-unterstützten Mobiltelefons und der Fotofunktion des Handys die Höhe von Gebäuden bestimmen.

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    Ein anderes Beispiel zeigt wie durch die Überlagerung von Informationen über das Live-Bild einer Ruine im “augmented Moded” des Mobiltelefons, historsiche Gebäudestrukturen analysierbar werden. Ein weiteres bereits weit verbreitetes Anwendungsfeld von GPS ist das GeoCaching. Das ist eine Art weltweite Schnitzeljagd oder Schatzsuche bei der die Geo-Daten jedes Schatzes (Caches) auf Landkarten im Internet veröffentlicht werden. Die Schatzsucher orten den Schatz mit Hilfe ihres Mobil-Telefons und hinterlassen eine Nachricht im beigefügten Tagebuch des Caches, befolgen gegebenfalls bestimmte Anweisungen oder tauschen den Inhalt des Schatzes aus (es gibt viele verschiedene Spielarten). Welweit sind bereits mehrere Millionen GeoCaches versteckt in allen Regionen der Erde. Das CacheWiki gibt einen Überblick und Anleitungen zum Mitspielen. Studien und Informationen zu den genannten Spielarten des Location Based Learnings gibt es in der folgenden Linksammlung:

  • Education in the wild, University of Nottingham, UK (PDF)
  • Mobile, collaborative and location-based learning, futurelab (PDF)
  • Create A Scape (futurelab)
  • Mobimissions (futurelab)
  • CacheWiki mit übersichtlichen Anleitungen zum GeoCaching
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    Augmented Reality Browser

    Sonntag, 22. August 2010

    Ein wesentliches Element des Lehrbuchs der Zukunft ist für mich so etwas wie ein Augmented Reality Browser. Ich stoße bei einem Spaziergang auf ein ungewöhnlich aussehendes Objekt, weiß aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Ich richte die Screen-Kamera meines digitalen Lehrbuchs auf das Objekt, sofort werden über das Live-Bild des Gegenstands Links zu Detail-Informationen, Literatur, Medien, Übungen und Online-Experimenten gelegt, die mir ein breites Spektrum an Möglichkeiten geben, Wissen über dieses Objekt anzueignen.

    Video-Demo: Layar

    Für aktuelle Mobil-Telefon-Betriebssysteme wie Android und Iphone OS gibt es bereits erste Apps im Beta-Stadium, die derartige Anwendungen ermöglichen. So kann ich z.B. mit “Google Sky Map” den Screen meines Mobil-Telefons auf einen Himmelsauschnitt richten, die Anwendung zeigt mir dann live Detailinformationen zu den einzelnen Sternen und Himmelskörpern, die sich im jeweils betrachteten Himmelsausschnitt befinden. Oder “Theodelite” für das Iphone gibt mir die Möglichkeit mit dem Live-Bildausschnitt Objekte zu lokalisieren und Horizontalrichtungen, Zenit- und Vertikalwinkel zu messen. Besonders spannend für Bildungsanbieter scheint mir Layar zu sein, da hier bereits gut verständliche Anleitungen existieren, Objekte in der Realität durch virtuelle Zusatz-Informationen und -Anwendungen zu ergänzen.

  • Layar Demo-Video
  • Layar Hompage
  • Layar Tutorial: Create a simple layer
  • Layar Wiki für Entwickler
  • Layar Player
  • Google Sky Map
  • Theodolite
  • Erkennung von Gebirgen

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