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Archiv für die Kategorie „Exemplarische Medien“

Verwisch die Spuren !

Donnerstag, 2. September 2010

Homepage: Verwisch die Spuren !

Wer sich vom 9. bis zum 12. September zufällig in Berlin aufhält, sollte unbedingt einen Stopover am Areal zwischen Fernsehturm und Schlossplatz einplanen. Dieses Areal ist einem ständigen Wandel unterworfen. Das Berliner Stadtschloss dominierte den Platz bis es abgerissen wurde, der Palast der Republik, das Marx-Engels-Forum und der Fernsehturm als städtebauliche Highlights der DDR gaben dem Areal eine neue Identität. Der Palast der Republik wurde auch abgerissen, übrig bleibt ein spannungsgeladenes Gebiet, das unterschiedliche gesellschaftliche Interessengruppen für sich beanspruchen. “Wie wird diese Landschaft Archäologen in viertausend Jahren erscheinen?” Diese Frage stellt sich das Deutschlandradio Kultur und lädt Klangkünstler und Flaneure mit der Aufforderung “Verwisch die Spuren!” dazu ein, kreative Antworten auf diese Frage zu finden. Per “Radioortung” – eine App für Android Handys – werden innovative Hörspielfragmente zugänglich, die die Gruppe “Ligna” in Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung produziert hat. Jedes Hörspielfragment ist über eine eindeutige GPS-Position einem konkreten Ort innerhalb des Areals zugeordnet. Je nach Aufenhaltsort werden auf dem Screen des Handys die jeweiligen Audio-Fragmente sichtbar und können dort angehört werden.

  • Verwisch die Spuren!
  • Die Gruppe Ligna
  • Popcode: Markerless Augmented Reality

    Dienstag, 31. August 2010
    YouTube Preview Image

    Weitere Demos unter: http://www.popcode.info/demos

    Location Based Learning

    Montag, 30. August 2010

    lbl-01

    Mit den seit einigen Jahren in der Werbebranche boomenden Location Based Services, die Nutzern von GPS-unterstützten Mobil-Applikationen schnelle Informationen über kommerzielle Angebote am aktuellen Aufenthaltsort bieten, sind inzwischen brauchbare Applikationen für Mobil-Telefone entstanden, deren Potenzial auch für pädagogische Anwendungen nutzbar gemacht werden kann. In Kombination mit den vielfältigen Multimedia-Optionen von Mobil-Telefonen bieten sich interessante Möglichkeiten, ortsbezogene Informationen in handlungsorientierten Lehr-Lernszenarien zu nutzen. In Großbritannien gibt es bereits erste Fallstudien, die zeigen dass sich innovative Lehr-Lernkonzepte (Entdeckendes Lernen, Forschendes Lernen, Betonung des Kontextbezugs von Bildungsinhalten) durch diese Funktionen hervorragend medial anreichern lassen. Theoretische Prinzipien können mit dem Ansatz eines Location Based Learnings aktiv, handelnd im Feld anschaulich und begreifbar gemacht werden und gleichzeitig kann diese Erfahrung mit zurückgenommen werden in den Klassenraum um dort analysiert und weiterverarbeitet werden. Die hier vorgestellten Studien der University of Nottingham und dem futurelab zeigen z.B. wie Schüler im Mathematik-Unterricht Winkelfunktionen nutzen um mit Hilfe des GPS-unterstützten Mobiltelefons und der Fotofunktion des Handys die Höhe von Gebäuden bestimmen.

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    Ein anderes Beispiel zeigt wie durch die Überlagerung von Informationen über das Live-Bild einer Ruine im “augmented Moded” des Mobiltelefons, historsiche Gebäudestrukturen analysierbar werden. Ein weiteres bereits weit verbreitetes Anwendungsfeld von GPS ist das GeoCaching. Das ist eine Art weltweite Schnitzeljagd oder Schatzsuche bei der die Geo-Daten jedes Schatzes (Caches) auf Landkarten im Internet veröffentlicht werden. Die Schatzsucher orten den Schatz mit Hilfe ihres Mobil-Telefons und hinterlassen eine Nachricht im beigefügten Tagebuch des Caches, befolgen gegebenfalls bestimmte Anweisungen oder tauschen den Inhalt des Schatzes aus (es gibt viele verschiedene Spielarten). Welweit sind bereits mehrere Millionen GeoCaches versteckt in allen Regionen der Erde. Das CacheWiki gibt einen Überblick und Anleitungen zum Mitspielen. Studien und Informationen zu den genannten Spielarten des Location Based Learnings gibt es in der folgenden Linksammlung:

  • Education in the wild, University of Nottingham, UK (PDF)
  • Mobile, collaborative and location-based learning, futurelab (PDF)
  • Create A Scape (futurelab)
  • Mobimissions (futurelab)
  • CacheWiki mit übersichtlichen Anleitungen zum GeoCaching
  • lbl-03

    Augmented Reality Browser

    Sonntag, 22. August 2010

    Ein wesentliches Element des Lehrbuchs der Zukunft ist für mich so etwas wie ein Augmented Reality Browser. Ich stoße bei einem Spaziergang auf ein ungewöhnlich aussehendes Objekt, weiß aber nicht, was sich dahinter verbirgt. Ich richte die Screen-Kamera meines digitalen Lehrbuchs auf das Objekt, sofort werden über das Live-Bild des Gegenstands Links zu Detail-Informationen, Literatur, Medien, Übungen und Online-Experimenten gelegt, die mir ein breites Spektrum an Möglichkeiten geben, Wissen über dieses Objekt anzueignen.

    Video-Demo: Layar

    Für aktuelle Mobil-Telefon-Betriebssysteme wie Android und Iphone OS gibt es bereits erste Apps im Beta-Stadium, die derartige Anwendungen ermöglichen. So kann ich z.B. mit “Google Sky Map” den Screen meines Mobil-Telefons auf einen Himmelsauschnitt richten, die Anwendung zeigt mir dann live Detailinformationen zu den einzelnen Sternen und Himmelskörpern, die sich im jeweils betrachteten Himmelsausschnitt befinden. Oder “Theodelite” für das Iphone gibt mir die Möglichkeit mit dem Live-Bildausschnitt Objekte zu lokalisieren und Horizontalrichtungen, Zenit- und Vertikalwinkel zu messen. Besonders spannend für Bildungsanbieter scheint mir Layar zu sein, da hier bereits gut verständliche Anleitungen existieren, Objekte in der Realität durch virtuelle Zusatz-Informationen und -Anwendungen zu ergänzen.

  • Layar Demo-Video
  • Layar Hompage
  • Layar Tutorial: Create a simple layer
  • Layar Wiki für Entwickler
  • Google Sky Map
  • Theodolite
  • Erkennung von Gebirgen
  • Akustische Dokumentation der Gegenwart

    Mittwoch, 7. Juli 2010

    Nicht alles was uns akustisch umgibt ist Lärm. Es gibt spannende akustische Strukturen mit hohem ästhetischen Wert in unserem Alltag, die wir viel zu oft aus unserer Wahrnehmung herausfiltern. Das World Forum for Acoustic Ecology

    tempelhof

    beschäftigt sich bereits seit den Sechziger Jahren mit dem Klang unserer Umwelt und Formen der Komposition mit solchen Klängen. Mit Sound of Tempelhof starten wir nun auch in Berlin ein Projekt in dessen Rahmen neue Formen der musikalischen Komposition erprobt werden. Das akustische Ausgangsmaterial für die musikalische Gestaltung wird in einem öffentlich zugänglichen Sound-Archiv unter der URL: sot.worldtune.com zusammengestellt. Über eine TagCloud kann das Archiv nach Schlagwörtern durchsucht werden und spezifische Sounds ausfindig gemacht werden. Jede Aufnahme ist als Podcast abspielbar, der jeweilige Aufnahmeort ist durch Geo-Tagging auf Google Maps einsehbar. Sound of Tempelhof ist damit auch ein anschauliches Beispiel für den kreativen Einsatz von Web 2.0-Elementen wie Podcasting, Geo-Tagging und Blogging im Bereich der ästhetischen Bildung.

  • Sound of Tempelhof (Soundarchiv)
  • World Tune Projekt
  • The World Soundscape Project
  • World Forum for Acoustic Ecology
  • Peer-To-Peer statt Monarchie …

    Montag, 17. Mai 2010

    Internet
    Die Idee des Internet war von Anfang an durch das Ideal der Demokratie geprägt. Jeder Nutzer sollte in die Lage versetzt werden, Informationen bereitzustellen, auszutauschen, zu kommentieren und den Content anderer zu nutzen. Das aktive Bereitstellen von Informationen funktionierte in den ersten Jahrzehnten des Internets so umfassend nur bei einer Minderheit der Internet-Nutzer, nämlich bei denen, die zumindest HTML beherrschten.

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    Abb. 1: Community ohne Netzwerkverbindungen.

    Web 2.0
    Mit dem Aufkommen des Web 2.0 veränderte sich die Lage im letzten Jahrzehnt soweit, dass im Prinzip jeder Internet-Nutzer Informationen öffentlich bereitstellen konnte und sich in Sozialen Netzwerken mit anderen Autoren und Informationen über unterschiedliche Endgeräte wie Laptops, Mobil-Telefone, MP3-Player usw. vernetzen konnte. Die Zahl der aktiven Internet-Nutzer stieg rasant an. Dennoch nutzt auch heute die große Mehrheit das Web eher passiv, konsumierend, wie zahlreiche Studien belegen. Für diejenigen, die das Web aktiv nutzen – unter Schlagwörtern wie Web 2.0, Social Networks, Gov 2.0, usw. – spielt der Gedanke der Demokratie auch heute noch eine zentrale Rolle. Die Möglichkeiten, dass sich Jeder und Jede frei äußern können, dass sich Interessengemeinschaften umstandslos zusammenfinden und Aktionen planen können, das über das Internet auf politische Entscheidungen Einfluss genommen werden kann, usw. begeistert viele Aktivisten des Web 2.0.

    Konstruktionsfehler von Community-Plattformen
    Jedoch wird hier häufig ein entscheidender Konstruktionsfehler der Community-Plattformen übersehen, der früher oder später den gut gemeinten Demokratie-Gedanken ad absurdum führen wird: Die technologische Basis der meisten Community-Plattformen besteht aus einer streng hierarchischen Systemarchitektur, die mit ihrer mehr oder weniger differenzierten Rechte- und Rollenverwaltung dazu einlädt demokratische Prinzipien außer Kraft zu setzen. Noch schwerwiegender jedoch ist die Tatsache, dass das Gesamte Netz der Kommunikationen einer Community in der Regel auf einem einzigen Server (bzw. Server-Farm) abgebildet wird, der im Besitz des Anbieters der jeweiligen Community-Lösung ist und auf dem der Besitzer schalten und walten kann, wie er will, während die Mitglieder der Community in der Regel keinerlei Zugriff auf den Server haben. Sicherlich haben viele auch gar kein Interesse an den Details eines Servers, aber das Problem bleibt bestehen: Wir als Mitglieder einer Community haben keinerlei oder nur extrem eingeschränkte Kontrolle darüber, was mit unseren Daten und denen unserer Freunde angestellt wird. Selbst wenn wir heute einem Anbieter vertrauen, wissen wir nicht was mit unseren Daten passiert, wenn er seine AGB´s verändert, seine Plattform verkauft oder gar Pleite geht. Was mit unseren Daten passieren kann, wird uns derzeit recht drastisch von facebook oder Google vorgeführt. Ohne die vielen Millionen Mitglieder zu befragen, werden offensichtlich von der Community erzeugte Netzwerk-Informationen gesammelt, ausgewertet und externen Geschäftspartnern verfügbar gemacht.

    netz-stern
    Abb. 2: Community als Monarchie (z.B.: facebook, Google, Twitter, etc).

    Demokratie
    Wenn wir das Internet wirklich als Motor der Demokratie nutzen wollen, dann brauchen wir freie Kommunikationsstrukturen, die sicherstellen, dass unsere Kommunikationen nicht durch wenige Monopole zweckentfremdet werden. Die derzeit gängigen Technologien der Social Network Plattformen (genauso übrigens wie die gängigen Learning Management Systeme) laden zur Monopolbildung ein, weil die Nutzer hier sternförmig auf einem Server zusammengeführt werden, dessen Betreiber die Macht über das gesamte Geschehen hat, ohne dass die Nutzer Einfluss nehmen können. Solche Strukturen sind im Prinzip veraltet, schöpfen das Potenzial des Internets (und das kreative Potenzial von uns Menschen) nicht wirklich aus und fördern eher die Monarchie als Gesellschaftsform als die erträumte Demokratie.

    Peer-To-Peer-Architektur
    Wirkliche Freiheit in der Kommunikation hätten wir, wenn wir – im Zugriff über eine intuitiv zu bedienende Homepage im facebook-Style – als eigener Server agieren könnten. Wenn wir jederzeit entscheiden könnten, wem welche Daten verfügbar gemacht werden und welche nicht und ob wir diese überhaupt in der Community bereitstellen oder nur einer guten Freundin oder einem guten Freund. Da wo Netzwerkverbindungen im Sinne eines Friend-of-a-Friend Systems entstehen, wären die Informationen für Außenstehende und robots verschlüsselt, der Quellcode wäre öffentlich zugänglich. Die Monarchie hätte ausgedient. Der Zusammenbruch oder die Überlastung eines Servers würde nicht gleich die gesamte Community lahmlegen wie im Monarchie-Konzept von facebook und co. Dieses Peer-To-Peer Konzept wäre ein wirklicher Motor der Demokratie, weil wir alle die Freiheit hätten, zu publizieren und zu kommunizieren, was wir wollen, ohne Angst zu haben, das die Spuren unserer Kommunikationen von einem zentralen Anbieter zweckentfremdet werden.

    diaspora
    Abb. 3: Das Diaspora-Team.

    Diaspora
    Genau mit so einem Konzept suchten 4 junge Informatik-Studenten in New York nach Geldgebern im Spenden-Portal “Kickstarter”. Ihr Ziel: “Diaspora: the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network”. Sie kalkulierten mit etwa 10.000$, die sie benötigen würden, um innerhalb von drei Monaten die erste Beta-Version von “Diaspora” auf den Markt zu bringen. Das weltweite massive Feedback auf Ihr Vorhaben und die über 4600 Spender, die ihnen über 170.000$ zukommen ließen, übertrafen all ihre Erwartungen und erzeugen nun natürlich einen hohen Erwartungsdruck.

    Im Yucca-Tree Blog wird das Konzept der vier kurz beschrieben: “Der Ansatz von den Diaspora-Gründern Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer, Ilya Zhitomirskiy basiert auf der sogenannten ‚ Freedom Box’. Mit dieser Box bleibt jeder Nutzer in Besitz seiner eigenen Daten, diese werden auf einem privaten Webserver, dem Seed, gespeichert. Kernbegriffe in diesem Kontext sind Dezentralisierung und Verschlüsselung der Daten. Diaspora soll als ein reines Peer-to-Peer-Netz werden wie zum Beispiel auch Bittorrent. Die Daten bleiben in der Hand der einzelnen Nutzer und werden nur an die Freunde weitergereicht, für die sie freigegeben sind, ohne dass eine zentrale Server-Instanz sie abgreifen könnte. Darüber hinaus soll Diaspora vollständig auf frei zugänglicher Open-Source-Software basieren. Jeder Nutzer bekommt bei jedem anderen Nutzer eine eindeutige aber eben immer andere ID, so dass eine Zusammenführung von Daten stark erschwert ist und gleichzeitig für jeden einzelnen “Freund” eingestellt werden kann, welche Daten er zu sehen bekommt und welche nicht.”

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    Abb. 4: Community als Peer-To-Peer-Netzwerk.

    Deutschsprachige Community
    Offensichtlich gibt es – weit über die Hacker-Szene hinaus – ein großes Bedürfnis nach einer sicheren, freien und demokratischen Lösung für Soziale Netzwerke. Natürlich macht der Wechsel aus einem bestehenden Netzwerk nur Sinn, wenn es eine solide funktionierende Alternative gibt. Und es macht natürlich auch keinen Sinn, alleine zu wechseln. Deshalb haben wir eine Facebook-Gruppe eröffnet in der wir eine genügend große Community aufbauen wollen, mit der es sich lohnt zu wechseln. “Facebook User emigrieren zu Diaspora” haben wir die Gruppe genannt, in der wir das Peer-To-Peer Konzept diskutieren und die Entwicklung von Diaspora kritisch begleiten, um abschätzen zu können, ob dieses Projekt tatsächlich unsere Träume erfüllen kann. Natürlich halten wir auch Ausschau nach Alternativen, die die Vision eines nutzerfreundlichen Peer-To-Peer Netzwerks Wirklichkeit werden lassen können. Maßstab muss neben der Sicherheit natürlich immer eine intuitive Bedienbarkeit sein, die sicherstellt dass auch nicht-IT-Affine Community-Mitglieder die Kommunikations-Tools ohne großen Aufwand in Betrieb nehmen, nutzen und anwenden können. Sollte bis zum Ende diesen Jahres Diaspora oder deren Mitbewerber kein akzaptables System bereitgestellt haben, wäre es Auftrag dieser Community, ein eigenes Programmierer-Team zusammenzubringen, das unseren Traum Wirklichkeit werden lässt. Zunächst mal gibt es aber keinen Grund anzunehmen, dass die Jungs aus New York das nicht schaffen könnten, denn Know-How, kompetentes Personal, erfahrene Berater und Kooperationspartner aus der Branche, Kapital und eine zahlenmäßig große Community, die Ihr System nutzen würde sind doch keine schlechten Voraussetzungen um erfolgreich zu sein. Natürlich ist die große Öffentlichkeit in einem so frühen Stadium der Entwicklung auch eine Last, aber wir drücken den Diaspora-Entwicklern alle Daumen und setzen uns mit Ihnen ein für ein freies und sicheres Internet.

  • Der Diaspora Blog: joindiaspora.com
  • Diaspora Team: Video-Selbstdarstellung
  • Deutsche Community: Facebook User emigrieren zu Diaspora
  • Empfehlenswerte Video-Lektion für unsere lieben Abgeordneten im Bundestag :

    Montag, 22. Februar 2010

    play video

    Quelle: Kampagne “Steuer gegen Armut”

    Interaktive Praktikumsexperimente: Jetzt Online!

    Freitag, 29. Januar 2010

    ipe-app

    Unser Projekt “Interaktive Praktikumsexperimente für eine familienfreundliche Hochschule” nimmt langsam Formen an. Im Rahmen dieses Projektes haben wir zahlreiche Praktikumsexperimente aus Naturwissenschaftlichen Fächern virtuell und fotorealistisch nachgebildet (aktuell auf der Basis von Flash und Actionscript, in Zukunft auch als Iphone-App). Das Prinzip: Studierende können jedes Experiment, wann immer sie wollen – am Bildschirm oder sogar per “touch” am Iphone – durchführen, Einstellungen vornehmen, Werte ablesen und das Experiment auswerten. Ideal als Vor- oder Nachbereitung der Praktika und als Training und Vorbereitung auf die Prüfung. Diese Experimente sind natürlich kein Ersatz für die Erfahrung am realen Experiment im Labor. Aber sie werden von den Studierenden als eine große Erleichterung wahrgenommen, weil die Praktikumsplätze häufig extrem überbucht sind und sie ein einzelnes Experiment in der Regel nur ein einziges mal während ihres gesamten Studiums real durchführen können. Die ersten Erhebungen unter Studierenden zeigen, dass dieses von Jürgen Kirstein in der AG Nordmeier entwickelte Konzept auf breite Zustimmung stößt. Ein nächster Schritt wird sein, alle Experimente auch als Iphone-Apps verfügbar zu machen. Unser erster im Iphone-Simulator getester Prototyp läuft unproblematisch. Sobald unsere Uni-Entwickler-Lizenzen für das Iphone eingetrudelt sind, stellen wir die oben gezeigte App über den Itunes-Store kostenlos zur Verfügung.

    skizze

    Auf der Projekt-Homepage finden sich weitere Infos zum Projekt-Kontext, zu unseren Produktionsverfahren, die auch von anderen Unis genutzt werden können, unseren aktuellen Kooperationspartnern aus Biologie, Chemie, Physik und Veterinärmedizin und einigen sofort online nutzbaren Beispielen. Für Nicht-Naturwissenschaftler stellen wir in Kürze auch noch Gebrauchsanleitungen ein, damit auch die einen Eindruck davon bekommen können, was wir hier eigentlich machen.

  • Projekt-Homepage
  • Dampfdruck-Experiment
    (Audio einschalten, um Druckpumpe und Kühlaggregat nach dem Einschalten zu hören)
  • Weitere Experimente

  • Next Generation E-Book: The Tablet

    Montag, 7. Dezember 2009

    play video

    Personal Learning Environment (PLE)

    Donnerstag, 24. September 2009

    Martin Ebener und seine Kollegen an der TU-Graz haben eine erste Entwurfsstudie für ein PLE (Personal Learning Environment) veröffentlicht und treten damit offensichtlich in Konkurenz zu der Produktion aus Manchester: mPLE . Das bisher schlüssigste Konzept allerdings scheint mir aus Hamburg zu kommen, wie dieses Foto von Ralf Appelt beweist ;-)

    Foto: Ralf Appelt

    Was ich wirklich für einen entscheidenen Aspekt bei der Entwicklung der virtuellen Komponente eines PLE´s halte ist, dass die Lernenden jederzeit die Kontrolle über ihre Daten haben und nicht irgendeine Institution (Schule oder Hochschule). Dafür sind Synchronistationsmechanismen erforderlich, die im Hintergrund alle vernetzten Daten als vollständige Kopie auf jeden beliebigen lokalen Rechner ziehen können. In dieser Hinsicht gibt es glaube ich auch bei den Kollegen in Manchester und den Konzepten der RWTH-Aachen noch Handlungsbedarf.