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Aktive Portfolioarbeit mit dem Technology Enhanced Textbook

Mittwoch, 27. November 2013

Auf dem BONSAI-Treffen der deutschen Landesmedienserver habe ich die Ergebnisse des TET-Projektes vorgestellt und mögliche Formen der Kooperation ausgelotet. Dabei wurde ein großes Interesse an unserer Lösung deutlich. Hier der Foliensatz, der nochmal ein anschauliches Schlaglicht auf die Portfolioarbeit setzt.

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Vortrag auf dem BONSAI-Treffen der deutschen Landesbildungsserver am 27.11.2013

Da wir mit einem Antrag für ein anvisiertes Drittmittelprojekt nicht erfolgreich waren sind wir derzeit auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten unserer Arbeit. Sachdienliche Hinweise bitte umgehend an
wolfgang.neuhaus@fu-berlin.de .

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    Silent Climate Parade Berlin: Innovatives Didaktisches Design, kreativer Medieneinsatz

    Freitag, 15. Oktober 2010

    (1) Video-Mitschnitt der Silent Climate Parade 2010 von Laurent Hoffmann

    Ein schönes Beispiel für den Medieneinsatz in selbstorganisierten Lernkontexten ist die “Silent Climate Parade”, auf der ich in diesem Jahr ein Stück mitlaufen konnte. Die Aktion weist einige interessante, reformpädagogisch geprägte Bildungsmerkmale auf, welche einen zweckgerichteten Medieneinsatz innerhalb eines gewählten Didaktischen Designs nahelegen. Die Aktion macht deutlich, warum der “E-Learning”-Begriff zunehmend ungeeignet erscheint, komplexe Lernarrangements zu beschreiben. Gegenüber ganzheitlichen Konzepten sozialen Lernens wirkt “E-Learning” inzwischen zu verengend, geradezu antiquarisch.

    Aus der Einsicht, dass ein menschenwürdiges Leben auf unserem Planeten von einer CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre abhängig ist, die zwischen 275 ppm und 350 ppm liegt (ppm: Anzahl von Molekülen in der Atmosphäre pro Millionen) fordern WissenschaftlerInnen und UmweltaktivistenInnen unter der URL www.350.org weltweit dazu auf, lokale Aktionen durchzuführen, die darauf aufmerksam machen, dass die heutige CO2-Konzentration mit ca. 387 ppm deutlich über den maximal zu verkraftenden 350 ppm liegt (Tendenz steigend) und die Erderwärmung dadurch stetig ansteigt. Da die internationale Politik immer wieder ihre Unfähigkeit demonstriert, adäquate Konsequenzen aus diesem Sachverhalt zu ziehen, setzen die Initiatoren auf weltweite Basis-Initiativen, die die offizielle Politik unter Druck setzen. In Berlin griffen Umweltaktivisten, Raver und Studenten diese Aufforderung auf, entwickelten mit der “Silent Climate Parade” ein eigenständiges Aktionskonzept und dokumentierten damit gleichzeitig ein unverkrampftes, zukunftsfähiges Verhältnis zum Lernen.

    Zum Podcast bei Sound of Tempelhof

    (2) Geotagged Podcast mit der für die Passanten hörbaren Geräuschkulisse,
    die während der Parade aufgenommen wurde (Sound of Tempelhof)

    Mit diesem Blogbeitrag möchte ich auf die Funktion der Medien im Rahmen derartiger Aktionen hinweisen. Die Silent Climate Parade ist aus meiner Sicht ein gutes Beispiel für anspruchsvolles Didaktisches Design. Mediendidaktisch interpretiert, können hier fünf Bildungsmerkmale den Entscheidungsrahmen der Medienwahl konturieren:

    Lernen als das Schaffen neuer Realitäten
    Eine tanzende Menge von 350 Personen bewegt sich still über die Straßen, ohne dass Passanten etwas von der rythmusgebenden Musik mitbekommen. Eine neu geschaffene Realität, die Passanten neugierig macht und die die sonstige Öffentlichkeit für dieses Ereignis interessiert. Ganz im Sinne der Projektmethode wird hier eine neue Wirklichkeit erzeugt. Die Neugier der Passanten und der sonstigen Öffentlichkeit soll genutzt werden, um auf die Notwendigkeit der Verminderung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre aufmerksam zu machen. Der Prozess von der Idee bis zur Realisierung der Parade bringt die Macher dazu, sich auf unterschiedlichsten Ebenen mit den Gründen für die Erderwärmung, die möglichen Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und der Vermittlung dieser Forschungsergebnisse, aktiv auseinanderzusetzen.

    Lernen durch Handeln
    Die Auseinandersetzung mit der CO2-Problematik und den vielfältigen zur Realisierug der Silent Climate Parade erforderlichen Teilaufgaben eröffnen ein breites Handlungsspektrum und damit vielfältige aktive Lerngelegenheiten für jeden Einzelnen der am Projekt beteiligten. Zahlreiche empirische Untersuchungen bestätigen die große Bedeutung des aktiven Handelns für das Lernen.

    Lernen durch Lehren
    Der Anspruch, die eigenen Erkenntnisse über den Zustand unserer Erdatmosphäre an andere weiterzugeben, erfordert eine ausgiebige Auseinandersetzung mit dem konkreten Sachverhalt unter dem Aspekt, was davon wie gut zu erklären und vermittelbar ist. Dieser aktiven Art der Auseinandersetzung mit Themen wird sowohl in reformpädagogischen Konzepten wie auch in kognitionspsychologischen Untersuchungen große Lernwirksamkeit zugesprochen.

    Lernen durch Kommunikation
    Inhalte, Planungsschritte, Kampagnen-Meilensteine, Mobilisierung und Umsetzung erfordern vielfältige Formen der Kommunikation mit Mitstreitern, Zielgruppen und Dienstleistern, durch die die Kernsachverhalte unter immer wieder neuen Perspektiven formuliert, durchdacht und angepasst werden müssen. Eine ideale Situation für das menschliche Lernen.

    Lernen in Communities of Practice
    Der Prozess der sozialen Partizipation in einer Community of Practice macht das Lernen bedeutungsvoll und nachhaltig, da hier nicht in künstlichen Lernumgebungen agiert wird, sondern in der für die Gesellschaft bedeutungsvollen Realität. Fachdidaktische Forschungsergebnisse (Physik im Kontext, Chemie im Kontext) legen nahe, dass die Situiertheit der jeweils individuellen Lernprozesse einen positiven Einfluss auf die intrinsische Motivation der Akteure hat.

    Flyer zum »Silent Climate Move 2010«

    (3) Flyer, der am Rande der Parade von den Tanzenden an Passanten verteilt wurde

    Diese Umrisse eines denkbaren Didaktischen Designs eröffnen vielfältige Möglichkeiten für eine zweckbestimmte Medienwahl. Vier Funktionen des Medieneinsatzes lassen sich bei der Silent Climate Parade identifizieren:

    Gemeinsamen Rythmus verfügbar machen
    Die Medien, die sich hier anbieten, sind ein klassisches DJ-Set mit zwei Plattenspielern, Mischpult und Audio-Verstärker. Wobei ja bei der Parade die Musik für Passanten nicht hörbar sein soll. Deshalb wird noch für jeden Teilnehmer ein Funkkopfhörer benötigt, sowie ein Sender, der die Musik vom Audio-Verstärker auf die Kopfhörer der Tanzenden überträgt. Da nicht jeder gerade mal 350 Funkkopfhörer zur Verfügung hat, gilt es hier, Sponsoren aufzutun, die diese Technologie zur Verfügung stellen.

    Kommunikation mit Passanten herstellen
    Die Information neugieriger Passanten kann durch direkte Gespräche erfolgen (der Kopfhörer muss dafür abgesetzt werden …), sowie durch Flyer, die Informationen zur Bedeutung der 350 ppm-Grenze für den CO2-Gehalt der Atmosphäre, den Folgen der Erderwärmung und Möglichkeiten zur Partizipation an Gegenmaßnahmen enthalten. Hierfür erforderliche Medien sind ein Editor zur Gestaltung des Flyers (QuarkXpress, DTP, o.ä.), Drucker und eine Schneidemaschine zur Vervielfältigung der Flyer. Für die Weiterführung der Diskussion auch nach der Veranstaltung wird auf den facebook-Account aufmerksam gemacht, auf dem sich die Community über entsprechende Aktionen und Maßnahmen austauscht.

    TeilnehmerInnen mobilisieren
    Um für die eigentliche Aktion genügend TeilnehmerInnen zu gewinnen empfielt es sich, die Aktion auf einer Homepage anzukündigen, die über befreundete Online-Netzwerke mit Hilfe von Twitter, facebook und thematisch passenden Blogs verbreitet wird.

    Partizipation ermöglichen
    Auf der Homepage, wie auch in der facebook-Gruppe wird die Möglichkeit angeboten, sich für die Veranstaltung zu registrieren, die E-Mail-Adresse zu hinterlassen, um zu Vor-Ort-Vorbereitungstreffen eingeladen werden zu können. Darüber hinaus ist es möglich, sich über facebook mit anderen Akteuren über das Vorhaben auszutauschen.

    Zur Facebook Seite der »Silent Climate Parade«

    (4) Facebook-Seite der Aktion

    Sicherlich ist das hier herausgearbeitete Didaktische Design ein Spezialfall, der nur begrenzt auf die Bedingungen institutionellen Lernens übertragen werden kann. Dennoch sind viele der hier aufgeführten Aspekte bei der Planung solcher Lernarrangements von Bedeutung, die sich z.B. auf die Projektmethode, das Forschende Lernen oder andere Methoden selbstorganisierten Lernens beziehen. Bleibt zu hoffen, dass TeilnehmerInnen und Initiatoren der Aktion Verständnis dafür haben, dass ich ihre Veranstaltung hier einmal aus didaktischer Perspektive beleuchtet habe …

    Hintegrundinformationen:

  • Projekt-Homepage: Silent Climate Parade
  • Facebook-Seite
  • Podcast mit den für Passanten hörbaren Geräuschen
  • Hintergrundinformationen zum CO2-Gehalt der Atmosphäre
  • Studie (2008): Target Atmospheric CO2: Where should Humanity Aim? (PDF)
  • Mashable-Blogbeitrag zur Bedeutung von Social Media für Soziale Bewegungen
  • Video-Zusammenschnitt der Parade
  • LehrerInnen-Blogs

    Freitag, 24. September 2010

    Bloggende Lehrerinnen: zur Liste

    Kategorisiert nach Fächern, Bundesländern und Schultypen entsteht hier im Community-Betrieb eine aktuelle Liste von bloggenden Lehrerinnen und Lehrern. Wer noch nicht drauf ist, sollte seinen Blog einfach hinzufügen.
    [via: @schb]

  • Zum Google Spreadsheet
  • Peer-To-Peer statt Monarchie …

    Montag, 17. Mai 2010

    Internet
    Die Idee des Internet war von Anfang an durch das Ideal der Demokratie geprägt. Jeder Nutzer sollte in die Lage versetzt werden, Informationen bereitzustellen, auszutauschen, zu kommentieren und den Content anderer zu nutzen. Das aktive Bereitstellen von Informationen funktionierte in den ersten Jahrzehnten des Internets so umfassend nur bei einer Minderheit der Internet-Nutzer, nämlich bei denen, die zumindest HTML beherrschten.

    netz-unconnected
    Abb. 1: Community ohne Netzwerkverbindungen.

    Web 2.0
    Mit dem Aufkommen des Web 2.0 veränderte sich die Lage im letzten Jahrzehnt soweit, dass im Prinzip jeder Internet-Nutzer Informationen öffentlich bereitstellen konnte und sich in Sozialen Netzwerken mit anderen Autoren und Informationen über unterschiedliche Endgeräte wie Laptops, Mobil-Telefone, MP3-Player usw. vernetzen konnte. Die Zahl der aktiven Internet-Nutzer stieg rasant an. Dennoch nutzt auch heute die große Mehrheit das Web eher passiv, konsumierend, wie zahlreiche Studien belegen. Für diejenigen, die das Web aktiv nutzen – unter Schlagwörtern wie Web 2.0, Social Networks, Gov 2.0, usw. – spielt der Gedanke der Demokratie auch heute noch eine zentrale Rolle. Die Möglichkeiten, dass sich Jeder und Jede frei äußern können, dass sich Interessengemeinschaften umstandslos zusammenfinden und Aktionen planen können, das über das Internet auf politische Entscheidungen Einfluss genommen werden kann, usw. begeistert viele Aktivisten des Web 2.0.

    Konstruktionsfehler von Community-Plattformen
    Jedoch wird hier häufig ein entscheidender Konstruktionsfehler der Community-Plattformen übersehen, der früher oder später den gut gemeinten Demokratie-Gedanken ad absurdum führen wird: Die technologische Basis der meisten Community-Plattformen besteht aus einer streng hierarchischen Systemarchitektur, die mit ihrer mehr oder weniger differenzierten Rechte- und Rollenverwaltung dazu einlädt demokratische Prinzipien außer Kraft zu setzen. Noch schwerwiegender jedoch ist die Tatsache, dass das Gesamte Netz der Kommunikationen einer Community in der Regel auf einem einzigen Server (bzw. Server-Farm) abgebildet wird, der im Besitz des Anbieters der jeweiligen Community-Lösung ist und auf dem der Besitzer schalten und walten kann, wie er will, während die Mitglieder der Community in der Regel keinerlei Zugriff auf den Server haben. Sicherlich haben viele auch gar kein Interesse an den Details eines Servers, aber das Problem bleibt bestehen: Wir als Mitglieder einer Community haben keinerlei oder nur extrem eingeschränkte Kontrolle darüber, was mit unseren Daten und denen unserer Freunde angestellt wird. Selbst wenn wir heute einem Anbieter vertrauen, wissen wir nicht was mit unseren Daten passiert, wenn er seine AGB´s verändert, seine Plattform verkauft oder gar Pleite geht. Was mit unseren Daten passieren kann, wird uns derzeit recht drastisch von facebook oder Google vorgeführt. Ohne die vielen Millionen Mitglieder zu befragen, werden offensichtlich von der Community erzeugte Netzwerk-Informationen gesammelt, ausgewertet und externen Geschäftspartnern verfügbar gemacht.

    netz-stern
    Abb. 2: Community als Monarchie (z.B.: facebook, Google, Twitter, etc).

    Demokratie
    Wenn wir das Internet wirklich als Motor der Demokratie nutzen wollen, dann brauchen wir freie Kommunikationsstrukturen, die sicherstellen, dass unsere Kommunikationen nicht durch wenige Monopole zweckentfremdet werden. Die derzeit gängigen Technologien der Social Network Plattformen (genauso übrigens wie die gängigen Learning Management Systeme) laden zur Monopolbildung ein, weil die Nutzer hier sternförmig auf einem Server zusammengeführt werden, dessen Betreiber die Macht über das gesamte Geschehen hat, ohne dass die Nutzer Einfluss nehmen können. Solche Strukturen sind im Prinzip veraltet, schöpfen das Potenzial des Internets (und das kreative Potenzial von uns Menschen) nicht wirklich aus und fördern eher die Monarchie als Gesellschaftsform als die erträumte Demokratie.

    Peer-To-Peer-Architektur
    Wirkliche Freiheit in der Kommunikation hätten wir, wenn wir – im Zugriff über eine intuitiv zu bedienende Homepage im facebook-Style – als eigener Server agieren könnten. Wenn wir jederzeit entscheiden könnten, wem welche Daten verfügbar gemacht werden und welche nicht und ob wir diese überhaupt in der Community bereitstellen oder nur einer guten Freundin oder einem guten Freund. Da wo Netzwerkverbindungen im Sinne eines Friend-of-a-Friend Systems entstehen, wären die Informationen für Außenstehende und robots verschlüsselt, der Quellcode wäre öffentlich zugänglich. Die Monarchie hätte ausgedient. Der Zusammenbruch oder die Überlastung eines Servers würde nicht gleich die gesamte Community lahmlegen wie im Monarchie-Konzept von facebook und co. Dieses Peer-To-Peer Konzept wäre ein wirklicher Motor der Demokratie, weil wir alle die Freiheit hätten, zu publizieren und zu kommunizieren, was wir wollen, ohne Angst zu haben, das die Spuren unserer Kommunikationen von einem zentralen Anbieter zweckentfremdet werden.

    diaspora
    Abb. 3: Das Diaspora-Team.

    Diaspora
    Genau mit so einem Konzept suchten 4 junge Informatik-Studenten in New York nach Geldgebern im Spenden-Portal “Kickstarter”. Ihr Ziel: “Diaspora: the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network”. Sie kalkulierten mit etwa 10.000$, die sie benötigen würden, um innerhalb von drei Monaten die erste Beta-Version von “Diaspora” auf den Markt zu bringen. Das weltweite massive Feedback auf Ihr Vorhaben und die über 4600 Spender, die ihnen über 170.000$ zukommen ließen, übertrafen all ihre Erwartungen und erzeugen nun natürlich einen hohen Erwartungsdruck.

    Im Yucca-Tree Blog wird das Konzept der vier kurz beschrieben: “Der Ansatz von den Diaspora-Gründern Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer, Ilya Zhitomirskiy basiert auf der sogenannten ‚ Freedom Box’. Mit dieser Box bleibt jeder Nutzer in Besitz seiner eigenen Daten, diese werden auf einem privaten Webserver, dem Seed, gespeichert. Kernbegriffe in diesem Kontext sind Dezentralisierung und Verschlüsselung der Daten. Diaspora soll als ein reines Peer-to-Peer-Netz werden wie zum Beispiel auch Bittorrent. Die Daten bleiben in der Hand der einzelnen Nutzer und werden nur an die Freunde weitergereicht, für die sie freigegeben sind, ohne dass eine zentrale Server-Instanz sie abgreifen könnte. Darüber hinaus soll Diaspora vollständig auf frei zugänglicher Open-Source-Software basieren. Jeder Nutzer bekommt bei jedem anderen Nutzer eine eindeutige aber eben immer andere ID, so dass eine Zusammenführung von Daten stark erschwert ist und gleichzeitig für jeden einzelnen “Freund” eingestellt werden kann, welche Daten er zu sehen bekommt und welche nicht.”

    netz-ptp
    Abb. 4: Community als Peer-To-Peer-Netzwerk.

    Deutschsprachige Community
    Offensichtlich gibt es – weit über die Hacker-Szene hinaus – ein großes Bedürfnis nach einer sicheren, freien und demokratischen Lösung für Soziale Netzwerke. Natürlich macht der Wechsel aus einem bestehenden Netzwerk nur Sinn, wenn es eine solide funktionierende Alternative gibt. Und es macht natürlich auch keinen Sinn, alleine zu wechseln. Deshalb haben wir eine Facebook-Gruppe eröffnet in der wir eine genügend große Community aufbauen wollen, mit der es sich lohnt zu wechseln. “Facebook User emigrieren zu Diaspora” haben wir die Gruppe genannt, in der wir das Peer-To-Peer Konzept diskutieren und die Entwicklung von Diaspora kritisch begleiten, um abschätzen zu können, ob dieses Projekt tatsächlich unsere Träume erfüllen kann. Natürlich halten wir auch Ausschau nach Alternativen, die die Vision eines nutzerfreundlichen Peer-To-Peer Netzwerks Wirklichkeit werden lassen können. Maßstab muss neben der Sicherheit natürlich immer eine intuitive Bedienbarkeit sein, die sicherstellt dass auch nicht-IT-Affine Community-Mitglieder die Kommunikations-Tools ohne großen Aufwand in Betrieb nehmen, nutzen und anwenden können. Sollte bis zum Ende diesen Jahres Diaspora oder deren Mitbewerber kein akzaptables System bereitgestellt haben, wäre es Auftrag dieser Community, ein eigenes Programmierer-Team zusammenzubringen, das unseren Traum Wirklichkeit werden lässt. Zunächst mal gibt es aber keinen Grund anzunehmen, dass die Jungs aus New York das nicht schaffen könnten, denn Know-How, kompetentes Personal, erfahrene Berater und Kooperationspartner aus der Branche, Kapital und eine zahlenmäßig große Community, die Ihr System nutzen würde sind doch keine schlechten Voraussetzungen um erfolgreich zu sein. Natürlich ist die große Öffentlichkeit in einem so frühen Stadium der Entwicklung auch eine Last, aber wir drücken den Diaspora-Entwicklern alle Daumen und setzen uns mit Ihnen ein für ein freies und sicheres Internet.

  • Der Diaspora Blog: joindiaspora.com
  • Diaspora Team: Video-Selbstdarstellung
  • Deutsche Community: Facebook User emigrieren zu Diaspora
  • Learners´ Garden Community im Beta-Test !

    Donnerstag, 10. September 2009

    Ab sofort ist die Community-Plattform “Learners´Garden” online. Ihr seid alle herzlich eingeladen, Euch als Beta-Tester zu registrieren. Worum geht es: Die Idee ist es, Lernenden für einen spezifischen Zweck die jeweils bestmöglichen Online-Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.

    Learners´Garden Projekt

    Da es unglaublich viele Zwecke gibt und ständig neue Online-Werkzeuge auftauchen, glauben wir, dass es der einzig sinnvolle Weg ist, ein solches Angebot über eine Online-Community zu betreiben, da nur diese die Kapazitäten hat, derartig viele Informationen aktuell zu halten. Die Webpräsenz wird durch eine verteilte Online-Redaktion betreut, die eine nutzerfreundliche Darstellung und Bewertung der Tools sicherstellt und die Verfahren zur Bewertung der einzelnen Beiträge diskutiert und weiterentwickelt. Wir bemühen uns außerdem darum, ein offizielles Herausgebergremium aus einschlägigen pädagogisch/diddaktischen Lehrstühlen zusammenzustellen.

    Ziel ist es, mit diesem Vorhaben Projekt-, Produkt- und Portfolio-orientierte Formen des Lernens anzuregen und zu unterstützen. Die Learners´Garden Plattform entstand als Nebenprodukt meines Dissertationsvorhabens in diesem Themenfeld. Um dem Projekt ein möglichst breites pädagogisches Fundament zu geben, suchen wir Kooperationspartner an allen deutschsprachigen Universitäten, die bereit sind, in der verteilten Online-Redaktion mitzuarbeiten. Interessierte melden sich bitte unter: redaktion@learnersgarden.com .

    Wer zur GMW-Tagung nächste Woche kommt, ist herzlich eingeladen, dort die weiteren Perspektiven des Projektes mitzudiskutieren.

  • Die Learners´Garden Plattform
  • Der GMW-2009-Vortrag (Slides)
  • GMW-2009-Vortrag (Hintergrund-Artikel)
  • Online-Registrierung für Beta-Tester

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