Mediendidaktik   home

Artikel-Schlagworte: „McLuhan“

Marshall McLuhan Speaks ! Die Videos

Mittwoch, 26. Januar 2011

Video-Collection: Marshall McLuhan Speaks

  • Marshall McLuhan Speaks: CENTENNIAL 2011
  • Ganzheit bei McLuhan

    Montag, 6. Dezember 2010

    Foto: McLuhan 2.0 bei Mediacology

    Reagieren auf die Welt als Ganzes
    McLuhan zitiert J.Z.Young:”Vielleicht liegt ein großer Teil des Geheimnisses der Gehirnkräfte in der ungeheuren Anzahl von Möglichkeiten, die einem Wechselspiel der Reizwirkungen eines jeden Teils der Empfangsfelder geboten werden. Diese Bereitstellung von Wechselwirkungs-Orten oder Mischungs-Stellen ist es, die uns erlaubt, auf die Welt als ein Ganzes in einem viel höheren Maße zu reagieren, als es andere Lebewesen können” (McLuhan 1968, S.14).

    Einheit des Empfindens und Stammeskultur
    “In unserem langen Bemühen, für das Abendland wieder eine Einheit des Empfindens, des Denkens und Fühlens zurückzuverlangen, sind wir ebensowenig darauf gefaßt gewesen, die sich aus einer solchen Einheit ergebende Stammeskultur anzunehmen, wie wir auf die Fragmentierung der menschlichen Psyche durch die Buchdruckkultur vorbereitet waren” (McLuhan 1968, S.49).

    Raumbegriff
    “Irvins erklärt dann weiter, warum wir uns den Raum als eine Art selbständigen Behälter vorstellen, während in Wirklichkeit der Raum »eine Eigenschaft oder Beziehung von Dingen ist und ohne sie nicht existiert«” (McLuhan 1968, S.59).

    Ganzheitliche Auffassung von Struktur, Form und Funktion
    “Die Botschaft, so schien es damals, sei der »Inhalt«, als die Leute nocht fragten, was ein Gemälde bedeute. Doch wäre es ihnen nie eingefallen zu fragen, was eine Melodie, ein Haus oder Kleid bedeute. In solchen Dingen haben die Menschen eine gewisse ganzheitliche Auffassung der Struktur, Form und Funktion als eine Einheit beibehalten” (McLuhan 1994, S.30).

    Streben nach Ganzheit
    “Das Streben unserer Zeit nach Ganzheit, Einfühlungsvermögen und Erlebnistiefe ist eine natürliche Begleiterscheinung der Technik der Elektrizität” (McLuhan 1994, S.18).

    Quellen:

    • McLuhan, M. (1968). Die Gutenberg-Galaxis – Das Ende des Buchzeitalters. Düsseldorf und Wien: Econ Verlag.
    • McLuhan, M. (1994). Die magischen Kanäle – Understanding Media. Düsseldorf und Wien: ECON.
  • FAQ´s auf marshallmcluhan.com
  • McLuhan neu Lesen, Leseprobe des transcript-Verlags (PDF)
  • Medium und Werkzeug bei McLuhan

    Samstag, 4. Dezember 2010

    Bildquelle: Buzzersation

    Medium als Botschaft
    “In einer Kultur wie der unseren, die es schon lange gewohnt ist, alle Dinge, um sie unter Kontrolle zu bekommen, aufzusplittern und zu teilen, wirkt es fast schockartig, wenn man daran erinnert wird, daß in seiner Funktion und praktischen Anwendung das Medium die Botschaft ist. Das soll nur heißen, daß die persönlichen und sozialen Auswirkungen jedes Mediums – das heißt jeder Ausweitung unserer eigenen Person – sich aus dem neuen Maßstab ergeben, der durch jede Ausweitung unserer eigenen Person oder durch jede neue Technik eingeführt wird” (McLuhan 1994, S.21).

    Erweiterung der Sinnesorgane
    “Der Mensch als werkzeugschaffendes Lebewesen, handle es sich um die Sprache, die Schrift oder das Radio, ist schon lange damit beschäftigt, das eine oder andere seiner Sinnesorgane so zu erweitern, daß dadurch alle seine anderen Sinne und Anlagen gestört werden” (McLuhan 1968, S.9).

    Sprache als Werkzeug
    “Die Sinnesveräußerlichung oder -äußerung, welche die Sprache und das Sprechen darstellten, bildet ein Werkzeug, das es »dem Menschen ermöglichte, Erfahrungen und Wissen in einer Form anzusammeln, die eine leichte Weitergabe und einen größtmöglichen Nutzen gestattete«” (McLuhan 1968, S.10).

    Erweitertes Erfahrungsfeld im elektrischen Zeitalter
    “Im heutigen elektrischen Zeitalter nun hat gerade der instantane Charakter der Koexistenz unserer technischen Instrumente eine in der Menschheitsgeschichte völlig neue Krise hervorgerufen. Unsere erweiterten Anlagen und Sinne bilden heute ein einziges Feld der Erfahrung und des Erlebens, das verlangt, daß sie kollektiv bewußt werden. Unsere Techniken bedürfen heute, genau wie unsere eigenen Sinne, eines Wechselspiels, eines gegenseitigen Verhältnisses, das eine rationale Koexistenz möglich macht. Solange unsere Techniken so langsam waren wie das Rad, das Alphabet oder das Geld, war die Tatsache, daß sie getrennte geschlossene Systeme bildeten, sozial und psychisch erträglich. Doch dies trifft heute nicht mehr zu; denn das Bild, der Ton und die Bewegung werden simultan und in einem globalen Ausmaße erlebt. Ein proportioniertes Wechselspiel zwischen diesen Erweiterungen unserer menschlichen Funktionen ist heute auf kollektiver Ebene ebenso notwendig, wie es dies für unser persönliches, individuelles Vernunftsvermögen und die Einzelsinne (»wits«) schon je gewesen ist” (McLuhan 1968, S.11).

    Mechanisierung aller Handwerke durch den Buchdruck
    “Der Buchdruck stellte die erste Mechanisierung eines uralten Handwerkes dar und führte mühelos zur weiteren Mechanisierung aller Handwerke” (McLuhan 1968, S.64).

    Typographie als Mechanisierung
    “Die Typographie – die erste Mechanisierung eines Handwerks – ist selbst das vollkommene Beispiel nicht eines neuen Wissens, sondern angewandten Wissens” (McLuhan 1968, S.206).

    Medium als Inhalt eines anderen Mediums
    “Das Beispiel des elektrischen Lichtes wird sich in diesem Zusammenhang vielleicht als aufschlußreich erweisen. Elektrisches Licht ist reine Information. Es ist gewissermaßen eine Medium ohne Botschaft, wenn es nicht gerade dazu verwendet wird, einen Werbetext Buchstabe um Buchstabe auszustrahlen. Diese für alle Medien charakteristische Tatsache bedeutet, daß der »Inhalt« jedes Mediums immer ein anderes Medium ist” (McLuhan 1994, S.22).

    “Unsere übliche Antwort, mit der wir alle Medien abtun, nämlich daß es darauf ankomme, wie wir sie verwenden, ist die befangene Haltung des technischen Dummkopfs. Denn der »Inhalt« eines Mediums ist mit dem saftigen Stück Fleisch vergleichbar, das der Einbrecher mit sich führt, um die Aufmerksamkeit des Wachhundes abzulenken. Die Wirkung des Mediums wird gerade deswegen so stark und eindringlich, weil es wieder ein Medium zum »Inhalt« hat.” (McLuhan 1994, S.37-38).

    Beispiele für Inhalte von Medien
    “Der Inhalt der Schrift ist Sprache, genauso wie das geschriebene Wort Inhalt des Buchdrucks ist und der Druck wieder Inhalt des Telegrafen ist. Auf die Frage: »Was ist der Inhalt der Sprache?« muß man antworten:»Es ist ein effektiver Denkvorgang, der an sich nicht verbal ist« Ein abstraktes Bild stellt eine direkte Äußerung von schöpferischen Denkvorgängen dar, wie sie etwa in Mustern von Elektronenrechnern erscheinen können. Was wir jedoch hier betrachten, sind die psychischen und sozialen Auswirkungen der Muster und Formen, wie sie schon bestehende Prozesse verstärken und beschleunigen. Denn die »Botschaft« des Mediums oder jeder Technik ist die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des menschen bringt. Die Eisenbahn hat der menschlichen Gesellschaft nicht Bewegung, Transport oder das Rad oder die Straße gebracht, sondern das Ausmaß früherer menschliche Funktionen vergrößert und beschleunigt und damit vollkommen neue Arten von Städten und neue Arten der Arbeit und Freizeit geschaffen. Und das traf zu, ob nun die Eisenbahn in einer tropischen oder nördlichen Umgebung fuhr, und ist völlig unabhängig von der Fracht oder dem Inhalt des Mediums Eisenbahn” (McLuhan 1994, S.22).

    “Die Botschaft des Mediums Film ist die des Übergangs von linearer Verbindung zur Gestalt” (McLuhan 1994, S.29).

    Quellen:

    • McLuhan, M. (1968). Die Gutenberg-Galaxis – Das Ende des Buchzeitalters. Düsseldorf und Wien: Econ Verlag.
    • McLuhan, M. (1994). Die magischen Kanäle – Understanding Media. Düsseldorf und Wien: ECON.
  • FAQ´s auf marshallmcluhan.com
  • McLuhan neu Lesen, Leseprobe des transcript-Verlags (PDF)

  •