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Artikel-Schlagworte: „PLE“

Die Zeit ist reif für digitale Lehrbücher

Dienstag, 21. September 2010

The Kno, Lehrbuch der Zukunft?

Im O´Reilly Radar geht man davon aus, dass das digitale Lehrbuch durch den inzwischen recht weit voran geschrittenen Entwicklungsstand von Tablet-PC´s und multifunktionsfähigen Mobiltelefonen kurz vor dem Durchbruch steht. Osman Rashid, Co-Gründer von The Kno, einem Start-Up-Unternehmen aus den USA, das im Moment auf hochtouren an einem Prototypen arbeitet, beschreibt im O´Reilly-Blog die Hürden, die aus seiner Sicht noch überwunden werden müssen, um mit dem digitalen Lehrbuch den Massenmarkt zu erobern. So sind es strukturelle, emotionale und politische Hürden, die noch genommen werden müssen, um mit dem digitalen Lehrbuch den Markt zu innovieren. Zentral ist das Problem, das sich um das Bildungssystem herum Strukturen verfestigt haben, die das klassische gedruckte Lehrbuch noch stützen. Semesterplanungen und Kurse werden an den alten Lehrbüchern orientiert, Professoren schreiben sie und sind in entsprechende Review-Verfahren involviert, Verlage sind mit ihrer Infrastruktur eng angelehnt an die Bedingungen des Bildungssystems. Emotionale und politische Bindungen an dieses System machen die Räume eng für digitale Innovationen. Dennoch glaubt Rashid, das diese Widerstände in absehbarer Zeit überwunden werden können und beschreibt in dem Blog-Artikel notwendige Strategien zur Überwindung der Hürden. Mit seinem Unternehmen The Kno hat er eine weitere nicht unerhebliche Hürde bereits genommen: eine Anschub-Finanzierung des Unternehmens The Kno in Höhe von 46 Millionen US-Dollar durch ein Konsortium um den Venture-Capital-Geber “Andreessen Horowitz”, der auch Foursquare und Skype mit Risiko-Kapital versorgt hat, wurde vor wenigen Wochen bewilligt.

  • O´Reilly-Artikel: The time is now for digital textbooks
  • The Kno: Lehrbuch der Zukunft?
  • Risiko-Kapital für die Entwicklung von The Kno
  • The Kno: Das Lehrbuch der Zukunft ?

    Donnerstag, 19. August 2010

    Das Video: The Kno

    Für den Herbst diesen Jahres hat die Kno Inc. aus Kalifornien ein digitales Lehrbuch auf Basis eines Linux-basierten Tablet-Systems angekündigt, das zumindest in der Theorie schon recht nah an unsere Vision eines Lehrbuchs der Zukunft herankommt. Wie tauglich es dann tatsächlich in der Praxis sein wird, wird sich zeigen. Mashable.com sieht bereits eine Schwäche dieses neuen Lehrbuchtyps voraus: es wird zu schwer und zu dick sein, behaupten sie in ihrem Blog. In Kooperation mit den Content-Anbietern McGraw-Hill, Cengage Learning und Pearson and Wiley wird derzeit eine Beta-Serie produziert, die ab Herbst an Universitäten und Colleges in den USA erprobt werden soll. Durch die Unterstützung von Flash, die Möglichkeit der Stifteingabe, dem doppelten Bildschirm und die konsequente Ausrichtung auf Lernende als Zielgruppe wird sich dieses Produkt deutlich vom Ipad unterscheiden. Wir sind gespannt.

  • The Kno: Das Video
  • Homepage: Kno Inc.
  • Artikel im Mashable-Blog
  • The Kno auch als Single Screen Tablet
  • The Kno verkauft Hardware-Segment und konzentriert sich auf Software-Entwicklung
  • Personal Learning Environment (PLE)

    Donnerstag, 24. September 2009

    Martin Ebener und seine Kollegen an der TU-Graz haben eine erste Entwurfsstudie für ein PLE (Personal Learning Environment) veröffentlicht und treten damit offensichtlich in Konkurenz zu der Produktion aus Manchester: mPLE . Das bisher schlüssigste Konzept allerdings scheint mir aus Hamburg zu kommen, wie dieses Foto von Ralf Appelt beweist ;-)

    Foto: Ralf Appelt

    Was ich wirklich für einen entscheidenen Aspekt bei der Entwicklung der virtuellen Komponente eines PLE´s halte ist, dass die Lernenden jederzeit die Kontrolle über ihre Daten haben und nicht irgendeine Institution (Schule oder Hochschule). Dafür sind Synchronistationsmechanismen erforderlich, die im Hintergrund alle vernetzten Daten als vollständige Kopie auf jeden beliebigen lokalen Rechner ziehen können. In dieser Hinsicht gibt es glaube ich auch bei den Kollegen in Manchester und den Konzepten der RWTH-Aachen noch Handlungsbedarf.